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Aborigines - die Ureinwohner Australiens |
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![]() Kunst der Aborigines Geschichte Australiens |
Das Wort Aborigine stammt aus dem Lateinischen, zusammengesetzt aus ab (von) und origine (Anfang) bedeutet es soviel wie von Anfang an da bzw. Ureinwohner. Der Name löste die ursprünglich von den Weißen verwendete Bezeichnung Indianer ab und barg damals sicherlich eine gewisse Geringschätzung. Nach rezenten Funden im Kakadu Nationalpark soll bereits seit etwa 50.000 bis 60.000 Jahren menschliches Leben in Australien existieren, ältere Schätzungen besagen, daß die Aborigines vor rund 40.000 Jahren über die damalige Landbrücke von Neuguinea nach Australien gekommen seien.
Bis zum Jahre 1788, als Captain Arthur Phillip mit der First Fleet in der Bucht von Sydney landete ( Bereits Ende des 19.Jahrhunderts wurden Reservate für die Aborigines von Missionaren eingerichtet. Diese Reservate wurden nach den Vorstellungen der Einwanderer ausgestattet und respektierten nicht die Lebensgewohnheiten der Aborigines. Für die Aborigines hatten viele materielle Werte wie Häuser, Geld oder ein sicherer Arbeitsplatz keine Bedeutung. Da sich die Ureinwohner allerdings nicht die materialistischen Ansichten aufzwingen ließen, war keine Integration - im Sinne der Weißen - möglich. Durch die Zerstörung des Sozialgefüges und die wahllose Dezimierung der Ureinwohner, zeichneten sich dramatische Folgen für die Population ab. Im Jahr 1911 kamen auf 1.000 Aborigines-Frauen im gebärfähigen Alter nur 157 Kinder im Alter bis zu vier Jahren, so daß der Bestand der Rasse auf lange Sicht gefährdet war. Noch im Jahre 1918 wurde per Gesetz eingeführt, daß Mischlingskinder ihren Eltern entzogen werden und bei Pflegeeltern oder in Gehegen aufwachsen sollten. Die Schwierigkeiten bei der geplanten Integration führten in den 1950er Jahren dazu, daß weitere Reservate gegründet wurden, um die Kontrolle über die Aborigines zu erhöhen. Sie durften weder Land besitzen noch selbst über einen Arbeitsplatz entscheiden. Diejenigen Aborigines, die nicht in Reservaten lebten, arbeiteten z.B. auf Camps von großen Rinderfarmen, wo sie als geschickte aber billige Arbeitskräfte ihren Unterdrückern ironischerweise bei der Erschließung ihres Landes behilflich sein mußten.
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Auch heutzutage ist noch eine Rassendiskriminierung der Ureinwohner in Australien spürbar. Aber das Streben nach Anpassung an die von den Weißen vorgegebenen Werte vermischt sich mehr und mehr mit einem wieder aufkeimenden Stolz und der Pflege der eigenen Traditionen. Auch in der ausländischen Öffentlichkeit ist - nicht zuletzt durch die Medienpräsenz und Vermarktung der Olympischen Spiele 2000 in Sydney - das Interesse an der Kultur der Aborigines gewachsen und hilft vielleicht dabei, die Verhältnisse schneller in Richtung gleichbehandelnder Verständigung zwischen Weißen und Aborigines zu lenken. In einer historischen Rede entschuldigt sich Premierminister Kevin Rudd am 13.02.2008 stellvertretend für die australische Regierung bei den Aborigines. "Wir entschuldigen uns für die Gesetze und die Politik der aufeinanderfolgenden Parlamente und Regierungen, die unseren australischen Mitbürgern großen Schmerz, Leid und Schaden zugefügt haben. [...] Und für die Erniedrigung und Herabsetzung, die einem stolzen Volk und einer stolzen Kultur zugefügt wurden, sagen wir Entschuldigung." - Die Entschuldigung richtete sich in erster Linie an die Aborigines, die als Kinder im Rahmen einer Assimilationspolitik zwangsweise von ihren Familien getrennt wurden. In der Zeit von etwa 1850 bis 1970 war rund ein Drittel der Aborigines-Kinder davon betroffen. Sie bilden heute die sogenannte stolen generation (gestohlene Generation). "Für uns ist das wie der Fall der Berliner Mauer", sagte der Aborigine Darryl Towney. "Das ist der bedeutendste Moment für unser Volk, der in meinem Leben passiert ist." - Welche z.B. finanziellen Folgen dieses Eingeständnis hat, bleibt abzuwarten. |
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Die thematisch angesprochene Diskriminierung der Aborigines ist bis heute nicht wirklich unter Kontrolle zu bekommen – die verfügbaren Jobs für die australischen Ureinwohner machen ihre Lebenssituation nicht besser, sondern kategorisieren noch um einige mehr aufgrund der untergeordneten Rollenverteilung. Es stellt sich fast automatisch die Frage nach der theoretisch bestmöglichen Lösung für Aborigines. Bei ihrer Wahl zwischen dem Leben in der Natur und dem Integrieren in die Gesellschaft der Weißen, haben sich einige für die klassische Sozialisation entschieden. War dies letztendlich wirklich die bessere Entscheidung? Selbst die meisten mit einem regulären Job haben mit Problemen zu kämpfen, die typischen für Migranten sind. Nur man sollte dabei nicht vergessen, dass in diesem Fall nicht die Aborigines die Migranten sind sondern „die Weißen“ welche es mit politischen Konzepten bis heute nicht geschafft haben, die Fehler der Vergangenheit gänzlich zu beseitigen. Aber nicht nur in Australien ist dieses Phänomen bekannt – auch andere Länder haben bis in die Moderne Probleme damit, die ursprüngliche Kultur in den Köpfen der Menschen mit einem modernen Traditionsbewusstsein in harmonischen Einklang zu bringen | |||||
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