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  Wetter und Klima in Australien

    
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Klima-Diagramme
 
Das Klima Australiens ist aufgrund der Größe und Insellage des Kontinents vielschichtig. Zu beachten ist dabei, daß auf der Südhalbkugel die Jahreszeiten gegenüber den mitteleuropäischen um ein halbes Jahr verschoben sind (Winter bei uns heißt Sommer in Australien). Die hier angegebenen Jahreszeiten beziehen sich immer auf Australien. Eine besondere Note erhält das Klima durch die geographische Breitenlage, der Wendekreis des Steinbocks verläuft mitten durch den Kontinent und trennt grob den tropisch geprägten Norden vom subtropischen Süden. Beherrscht jedoch wird das Innere des Kontinents zum Großteil vom regenarmen Wüstenklima, an das sich nach Norden und Osten von Sommerregen beherrschtes Steppenklima anschließt, nach Süden und Westen hingegen fällt in den Steppen der Niederschlag vornehmlich im Winter.

Das Klima an den Küstenstreifen, denen der Hauptteil des Touristenandrangs gilt, unterscheidet sich davon deutlich:

Die beiden Nordzipfel Arnhemland mit Darwin und die Halbinsel Kap York erfahren eine sehr ergiebige Regenzeit im Sommer und winterliche Trockenheit (Monsun). Da Darwin im Sommer (Dez-Feb) unter erheblichem Einfluß der innertropischen Konvergenzzone liegt, ist es berühmt für die guten Möglichkeiten für das Fotografieren von Gewitterblitzen.

Der südliche Teil der Ostküste ist nicht zuletzt aufgrund der Stauwirkung der Great Dividing Range für die hauptsächlich von Osten kommenden feuchteren Luftmassen geprägt von ganzjährigen Niederschlägen mit von Norden nach Süden in der Deutlichkeit abnehmendem Sommermaximum. Allerdings nimmt die Jahressumme der Niederschläge nach Süden hin leicht zu.

Die Küstengebiete um Perth und Adelaide haben hingegen das Regenmaximum im Winter, da sie dann in die Westwinddrift der Südhalbkugel geraten, wobei die Niederschläge um Adelaide auch dann noch relativ gering ausfallen. Aber gerade an der Südwestküste um Perth, wo der Klimatabelle zu Folge bei angenehmen Temperaturen knapp unter 25 Grad Celsius in den Wintermonaten mehr als zehn Sonnenstunden verzeichnet werden, ist wie in fast ganz Australien ein entsprechender Sonnenschutz wichtig. Da in Perth dieses angenehme Klima mit tollen Surfwellen zusammentrifft, verwundert es nicht, dass man hier so viele coole Leute mit Designer Sonnenbrillen herumlaufen sieht. Wobei auch das letztlich für ganz Australien gilt.

Schließlich sind noch die Südspitze Australiens um Melbourne und das vom Festland durch die Bass-Straße getrennte Tasmanien zu erwähnen, deren Klimate am ehesten mit dem Klima in Deutschland vergleichbar sind und zu den feuchten Mittelbreiten zählen (ähnliche Verteilung wie z.B. Essen, aber etwas trockener und wärmer). Diese Gebiete sind gekennzeichnet durch ganzjährig relativ gleichbleibende Niederschläge und milde Temperaturen, hier herrschen - abgesehen von einigen Bergregionen wie z.B. Mt. Kosciusko oder den winterlichen/nächtlichen Auskühlungen in den Wüstengebieten - die tiefsten Mitteltemperaturen Australiens.
Neben den kleinen Differenzen hinsichtlich der Intensität von Trockenheit und Wärme, sind die Unterschiede alsonicht dermaßen groß, dass man für einen Trip nach Australien außergewöhnliche Dinge einpacken muss. Jedoch sollte man auch im Sommer – ganz gleich in welches Gebiet von Australien es geht - neben der obligatorisch kurzen Hose und dem Poloshirt nicht vergessen, sich auf kalte Nächte vorzubereiten. Man muss zwar im Sommer nicht unbedingt Gummistiefel mitbringen, aber man sollte für kühlere Abende auch Pullover im Koffer verstauen. Gerade an der Ostküste ist vermehrt mit Regenfällen und feuchter Luft zu rechnen, was ebenfalls für kühlere Temperaturen sorgt – also gut vorab planen, welche klimatischen Gegebenheiten am bevorzugten Aufenthaltsort vorherrschen und entsprechend Bekleidung einpacken. Das Wissen um allgemeine klimatische Bedingungen vor Ort bringt bisweilen mehr, als online den detailgenauen Wetterbericht der nächsten 14 Tage einzusehen. Wie jeder weiß, können sich selbst im Heimatland die Meteorologen bei derart genauen Aussagen irren.